Die Geschichte der Japanischen Kirschblütenallee - Open-Air Galerie am Hafen

Die Open-Air Galerie am Zaun des Teltower Hafens zeigt die schönsten Fotos aus drei Jahrzehnten!

Jedes Jahr, am letzten Sonntag im April, verwandelt sich der ehemalige Grenzstreifen in Teltow zwischen Lichterfelder Allee, Marienfelder Anger und Sigridshorst in eine atemberaubende Festmeile, die von unzähligen rosafarbenen Kirschblüten eingerahmt wird. Dann nämlich findet das Japanische Kirschblütenfest „Hanami“ seit 2002 jährlich in Teltow statt.

Wegen der Corona-Pandemie musste es allerdings im vergangenen und auch in diesem Jahr ausfallen. Wir möchten zurückblicken auf das Japanische Kirschblütenfest in Teltow und die Geschichte der Kirschblütenallee erzählen.

Unter den blühenden Zweigen der wohl längsten Kirschbaumallee in Berlin und Brandenburg wird seit 2002 die japanische Kirschblüte als Symbol für Vergänglichkeit, Zusammengehörigkeit, neues Leben und Hoffnung zelebriert! „Hanami“ bedeutet wörtlich „Blüten betrachten“ und ist in Japan ein wichtiges Ereignis, das mit Familie und Freunden gefeiert wird.

Die Zeit der Kirschblüte steht in Japan für die schönste Zeit des Jahres, die die Flüchtigkeit und Vergänglichkeit des Lebens symbolisiert. Denn die Blüten entfalten ihre Schönheit nur für einige Tage, bevor sie von den Bäumen fallen und einen Teppich aus Blütenblättern bilden. Die japanischen Kirschbäume blühen auch bei uns in Teltow, je nach Witterung, in der Regel in der Zeit von Mitte April bis Anfang Mai nur für einige Tage.

Für ein friedliches Miteinander – die TV-Asahi-Kirschblütenallee

Es war ein japanischer TV-Sender (TV-Asahi-Group), der die Begeisterung der japanischen Landsleute über die Ereignisse der deutschen Einheit am 9. November 1989 in eine symbolträchtige Aktion verwandelte. Der Fernsehsender rief 1990 zu einer großen Spendenaktion auf, an der sich rund 20.000 Japaner beteiligten. Es kamen ungefähr 140 Millionen Yen, umgerechnet rund eine Million Euro, zusammen. Davon wurden im November 1990 die ersten von über 10.000 japanischen Kirschbäumen in Berlin und Brandenburg gepflanzt. 1.100 dieser Pflanzungen wurden ab dem 6. April 1995 auf dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen Teltow-Seehof und Berlin-Lichterfelde vorgenommen. Das rosa Blütenband gilt seither in Brandenburg und Berlin als wichtiges Symbol für die deutsch-japanische Freundschaft.

„TV-Asahi-Kirschblütenallee“

Die unter dem Begriff „Kirschblütenallee“ bekannte Strecke am Marienfelder Anger erhielt am 29. April 2012 im Rahmen des Japanischen Kirschblütenfestes offiziell den Namen „TV- Asahi-Kirschblütenallee“. Damit würdigte die Stadt Teltow auf Initiative des Vertreters der TV-Asahi-Group, Tetsuo Terasaki, das Engagement des Fernsehsenders, der neben der Spende der Bäume auch die Organisation des Japanischen Kirschblütenfestes Jahr für Jahr maßgeblich unterstützt. Seither weisen auf der Wegstrecke zwischen Seehof und Sigridshorst vier Schilder in japanischer und deutscher Schrift auf den Namen der legendären Kirschblütenallee hin.

Das Japanische Kirschblütenfest „Hanami“ in Teltow

Unter dem Motto „Verweilen, Picknicken und Bummeln unter den Zweigen der blühenden japanischen Kirschbäume“ treffen sich Anwohner und Besucher aus der Umgebung seit 2002 zu diesem jährlichen Nachbarschaftsfest. Dabei dürfen die „Cosplayer“, im Manga-Stil verkleidete Jugendliche, natürlich nicht fehlen.

Auf den Marktplätzen Seehof und Sigridshorst – jeweils an den Enden der Kirschblütenallee – findet man über 50 Marktstände mit meist gemeinnützigen Anbietern, die regionale Produkte verkaufen. Auch Interessantes zu Natur und Umwelt sowie Beiträge deutsch-japanischer Kultur und Kunst sind dort zu finden. Das Japanische Kirschblütenfest besitzt bewusst nicht-kommerziellen Charakter und will den Dialog und das Gemeinschaftsleben in der Region fördern. Erlöse in Form von Spenden werden von der Organisationsgemeinschaft für Pflege und Entwicklung des Berliner Mauerwegs im Bereich der Japanischen Kirschbäume eingesetzt. Organisatoren sind die Stadt Teltow und die Umweltinitiative Teltower Platte.

Die fernöstliche Atmosphäre, japanische Tänze und traditionelles deutsches und japanisches Kunsthandwerk sowie ein buntes Rahmenprogramm locken viele Besucher zum ehemaligen Grenzstreifen zwischen Teltow und Steglitz-Zehlendorf.

Bei einem Picknick unter den Blüten der japanischen Zierkirschen lässt sich die Schönheit der Kirschbaumallee, die selbst in Japan ihresgleichen sucht, am besten genießen und bewundern.

Hanami

„Hanami“ bedeutet im japanischen Sprachgebrauch „Blumen oder Blüten schauen“. Kirschblütenfeste haben in Japan eine tausendjährige Tradition und markieren den Frühlingsbeginn. Zusammen mit den Kirschblüten erfreut man sich wärmerer Temperaturen und fühlt, wie die Kräfte der Natur erwachen.

Sakura

„Sakura“, die Kirschblüte, soll nach Tradition der Japaner Frieden und Ruhe in die Herzen der Menschen bringen. Die japanische Kirsche (Prunus serrulata) trägt keine essbaren Früchte und hat besonders viele Blüten. Sie lebt einzig für die kurze Zeit des Erblühens und lässt ihre Blüte im Moment vollendeter Schönheit fallen. 

 

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